Der Klub Tirolerbracke e.V.

und seine Entwicklung

Der griechische Schriftsteller Xenophon (um 430-355 v. Chr.) beschreibt erstmals den Einsatz von spurlaut jagenden Hunden in seinem Werk kynegetikos: „Ist der Hase aufgestöbert, so muss ihm der gute Hund mit kräfigem Laut unablässig durch dick und dünn folgen, ohne die Spur zu verlassen oder gar zum Jäger zurückzukehren.“ Es wäre sicher vermessen zu behaupten, mit diesen Hunden seien die Bracken angesprochen.

Zwischen 95 und 180 n. Chr. beschrieb der Grieche Arrian genauer die keltischen Jagdhunde – die Keltenbracke – Urahn aller unserer hängeohrigen Jagdhundeformen, einschließlich der Vorsteh- und Stöberhunde. Seit dem frühen Mittelalter finden wir einen über den Bereich der Ostalpen stark verbreiteten und auf die Eigenart der Bergjagd bestens abgestimmten Brackenschlag: den Wildbodenhund. Er zählt auf Grund gemeinsamer Rassemerkmale zur Gruppe der intermediären Bracken, welche die Tiroler-, Brandel- und Bosnische Bracke, ferner die nordwestdeutschen, polnischen und skandinavischen Bracken umfasst. Im Spätmittelalter hatte sich in Tirol eine Reihe verschiedener Brackenfamilien gebildet, die untereinander in Leistung und Schönheit wetteiferten.

In den Jahren 1786 bis 1809 verminderte sich der Bestand der in Tirol heimischen Bracken durch Not, Fremdherrschaft und die Freiheitskriege erheblich. Die Berufsjäger aber auch die Heimat verbundenen Bergbauern bewahrten den alten Schlag vor dem Aussterben. 1860 begann man in Tirol einzelne Brackenstämme rein zu züchten. Als dann im Jahre 1896 erstmals in Innsbruck eine Hundeausstellung stattfand, musterte man dort die Bracken Tirols und erstellt Rassekennzeichen.

Um die Jahrhundertwende wurde der „Verein zur Förderung der Rassehundezucht in Deutsch-Tirol“ ins Leben gerufen, die Erhaltung der bodenständigen Bracke war die vordringliche Aufgabe (Köllensprenger, Salzmann, Salcher, Stempfle u.a.). Anlässlich der Internationalen Hundeschau in Innsbruck wurden am 9. und 10. Mai 1908 die Rassemerkmale der Tiroler Bracke festgeschrieben (FCI Nr. 68A). Mit dem Ausbruch des I. Weltkrieges ließ die Vereinstätigkeit nach und weit reichende Pläne wurden zunichte. Im Jahre 1931 betraute der „Tiroler Jagdschutzverein“ Richard Sauerwein mit der Förderung des Gebrauchshundewesens. Es gelang ihm die verbliebenen Reste reinblütiger Tiroler Bracken aufzuspüren und die Zucht wieder auf die kleine, aber gute Basis zu stellen. Fast alle Bemühungen fielen dem II. Weltkrieg zum Opfer. Nur unter erheblichem Einsatz gelang es nach 1945, die Reste des schwarzroten und des roten Schlages zu erfassen und reinrassig weiter zu züchten.

1950 war das Jahr, in dem es zur Auflösung des „Österreichischen Brackenklubs“ kam. Ursache waren Auseinandersetzungen über die 1949 erstellten Zucht- und Prüfungsordnungen des ÖBrKlubs. In Bruck a.d. Mur bildete sich der Österreichische Brackenverein (Brandel- und Steirische Bracken), in Innsbruck bildete sich der Klub Tirolerbracke.Wurden die Tiroler Bracken noch bis 1990 in Deutschland vom Brackenverein betreut, so änderte sich dies durch die Gründung des Klubs Tirolerbracke, Landesgruppe Deutschland, was der Verbreitung unserer Rasse in Deutschland einen großen Auftrieb gab. In der Schweiz/Liechtenstein wurde ebenfalls eine Landesgruppe gegründet, um die Rasse besser betreuen zu können.

In der Jahreshauptversammlung am 7. Februar 1998 in Garbsen bei Hannover wurde eine Satzungsänderung beschlossen und somit der Klub Tirolerbracke Deutschland e.V. mit mehr Eigenständigkeit und Verantwortung ausgestattet.

Im August 2004 wird der Klub Tirolerbracke Deutschland e.V. vorläufiges Mitglied beim Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) e.V. und dem Jagdgebrauchs-hundverband (JGHV) e.V.

Vollmitgliedschaft beim VDH e.V.

Am 10.10.2008 beschließt die Mitgliederversammlung des VDH e.V., dem Antrag des Klub Tirolerbracke Deutschland e.V. auf Vollmitgliedschaft zuzustimmen. Mit Schreiben vom 30.10.2008 werden wir als ordentliches Mitglied des VDH e.V. aufgenommen!

Vollmitgliedschaft beim JGHV e.V.

Das Präsidium des JGHV e.V. beschließt nach entsprechender Prüfung unseres Antrags auf Vollmitgliedschaft diesem zuzustimmen. Mit Schreiben vom 16.12.2008 werden wir auch in diesem Dachverband als ordentliches Mitglied aufgenommen!

Vorstand 2016

Foto Wolfram Martin


Im Jahr 2007 wurde der Klub 10 Jahre alt

(1989 – 1998) Landesgruppe Deutschland des Klub Tirolerbracke in Österreich
(1997) Antrag auf Rückführung der Landesgruppe Deutschland in eine Gebietsführung
(18.02.1998) Vereinsgründung, Gründungs-Versammlung in Garbsen

Erste Aufgaben des Vorstandes:

Bestandsaufnahmen - Visionen - Realitäten - Erste Erfolge


Erster Vorstand von links nach rechts:
G. Böhme, M. Hegemann, H. Denich, M. Parr, F. Nüsser, M. Koch, abwesend R. Ochsenbauer

2007 hatte der Klub knapp 500 Klubmitlieder
Es gab ca. 60 Welpen pro Jahr
ca. 50 Bracken wurden auf der AP geführt.
ca. 40 Bracken bestanden die GP


Arbeitspapier aus dem Jahr 2007

Vorstand 2007

von links oben nach rechts unten:
M. Koch, Hauptzuchtwart - J. Goldmann, 2. Vorsitzender - M. Gücker, Geschäftsführer,
G. Böhme, Kassierer - M. Parr, 1. Vorsitzender - H. Dommerque, Prüfungsobmann,
S. Hempel, Obfrau für Öffentlichkeitsarbeit - G. Bachmann, Zuchtbuchführer

Mitglieder im Juni 2015

Die Mitgliederzahl des Klubs betrug 856 Mitglieder Die Verteilung der Mitglieder auf die einzelnen Bundesländer bzw. Staaten verdeutlicht nachfolgende Grafik:


JAGD & HUND

Natürlich ist der Klub jedes Jahr auf Europas größter Jagdmesse in Dortmund vertreten. Besuchen Sie uns dort!


Das wichtigste zum Schluss:

Unsere Tiroler Bracken